Lifestream

Sag Danke zum lieben Onkel!

Tatsächlich, der „Treffpunkt“ hat sich wieder bedient.

Hier im Lügder, Bad Pyrmonter „Talkessel“ gibt es ein monatlich erscheinendes, zirka DIN A5 großes „Anzeigensammel-Heftchen“ namens „Treffpunkt“. Zwischen den unzähligen Anzeigen sind dort kurze Artikel im Sinne von „Was den T-Kessel bewegte“ abgedruckt.

Eine Kollegin machte mich gestern darauf aufmerksam, dass dort mal wieder etwas von mir zu lesen ist. Der „Treffpunkt“ hat sich den von mir verfassten, unter luegde.de veröffentlichten Text „Die weiße Jungfrau“ geschnappt, ein bisschen umgestellt und ihn samt des ebenfalls von mir geschossenen Fotos abgedruckt. Ein Hinweis woher der Text stammt oder wer das Foto geschossen hat, fehlt. Soweit die Vorgeschichte.

Ich schreibe diesen Text, weil ich so etwas schon häufiger beobachtet habe. Der Treffpunkt hat sich nicht zum ersten Mal an meinen „Werken“ schadlos gehalten und auch die Pyrmonter Nachrichten, eine hiesige Lokalzeitung, habe ich bei dieser wenig freundlichen Selbstbedienungsmentalität schon mehrfach ertappt. Wobei ich zur Entlastung der Pyrmonter Nachrichten hinzufügen muss, dass die Vorfälle schon etwas länger zurückliegen und dass es sich dabei hauptsächlich um Fotos ohne „Quellenangabe“ handelte.

Nun könnte man argumentieren: Der oben erwähnte Artikel ist auf der Website einer Stadt zu lesen – das wird ein Pressetext sein. Oder: Alles was eine „Stadt“ produziert ist eh „Allgemeingut“. Auf diese Punkte will ich hier nicht eingehen.

Worum geht es mir? Ich bin der Meinung, die Macher des Treffpunktes hätten mich wenigstens fragen können. Fragen können, wie in solchen Fällen, auch Wertschätzung zeigen. Ich respektiere das du die Arbeit gemacht hast. Dabei ist es zunächst pups-egal, ob ich dafür Geld bekommen habe oder nicht.

Wo ich gerade dabei bin: In den Aufbau und in die Betreuung der Website luegde.de habe ich viele, viele Stunden meiner Freizeit investiert. Ein sehr großer Teil der Fotos die dort zu finden sind, habe ich ebenfalls in meiner Freizeit geschossen. Ihr könnt Euch vorstellen, dass mich vor diesem Hintergrund ein solches Handeln wie das des Treffpunktes oder das der Pyrmonter Nachrichten schon sehr wurmt.

Unabhängig davon: Ich bin denen nicht unbekannt und ich bin für sie nicht unauffindbar – daher halte ich es für ein Gebot des Anstandes und der Höflichkeit zu fragen: Dürfen wir jenen Text oder dortiges Foto verwenden? Und liebe Leute von der Presse: Dabei kommt es auch sehr auf das „Wie“ an.

Außerdem: Quellenangaben sind nicht nur rechtlich erforderlich, auch sie zeugen von einen respektvollen Miteinander: Dies ist nicht meine Arbeit, sondern die von XYZ.

Wirklich kuhl ist, wenn dann auch mal ein „Danke“ kommt. Ich muss das jetzt noch anhängen. Wie oft habe ich in der Vergangenheit Fotos durch die Gegend geschickt: »Hey, da hast du ein tolles Foto geschossen, darf ich es haben?« »Klar. Hier hast du´s.« Und dann? Dann war Funkstille. Leute, was hat die Mama immer gesagt? Sag Danke zum lieben Onkel!

Ich bin dann mal unten durch

Die Einfahrt in einen Straßentunnel.

Es gibt ja Leute, die wollen mit Lügde, gesprochen Lüchte (Achtung: Die Betonung liegt auf dem „Ü“) nichts zu tun haben. Ich kann eine solche Einstellung zwar nicht nachvollziehen, aber wir Lüchter sind ja furchtbar tolerant. Für diese Leute haben wir extra ein großes Loch in die Erde gebuddelt (buddeln lassen) – da fährst Du kurz vor Lügde rein und kommst kurz hinter Lügde wieder raus. Das funktioniert übrigens von beiden Seiten und umgekehrt auch.

Wenn Ihr also mal jemanden sagen hört: »Ich bin dann mal unten durch«, dann mag der Lügde nicht und ich den nicht.

In den vergangenen Monaten gab es doch tatsächlich drei bis sieben Leute, die waren so rotznäsig und wollten mir den Tunnel madig reden. »Bäh! Der Tunnel ist doch viel zu teuer für Lügde! Bäh, das ist doch alles blöd! Eine Trasse wäre besser gewesen…« Naja, sollte ich darauf reagieren? Ich hab´s gelassen. Wie gesagt: Echte Lügder sind großmütig. Und – eine Brücke wie die in Lage, ist für mich keine Alternative.

Bevor jetzt alle mal „unten durch“ sein wollen – im Moment geht das noch nicht. Irgendwann im Oktober soll´s soweit sein, dann werden im Tunnel feierlich-vorweihnachtlich die Lichterketten angezündelt. Ich gehe stark davon aus, dass sich der neue Landesfahrradminister das nicht entgehen lässt. Allerdings: Das ist ein SPD-Mann – der kommt bestimmt nicht mit dem Fahrrad. Aber: Lügder sind ja nachsichtig.

Die Ausfahrt aus einem Straßentunnel.

Wo ich gerade beim Thema bin – Fahrradfahrer sollten den Tunnel weiträumig umfahren. Wobei - den Hinweis hätte ich mir sparen können, schließlich sind Fahrradfahrer die mit Abstand vernünftigsten Verkehrsteilnehmer. Oder will sich hier jemand mit mir anlegen?

Schlichtheit siegt

Vor ein paar Tagen erzählte mir Dirk, dass ein guter Online-Editor entscheidend für ein CMS sei. Da ist was dran. Die Frage ist nur was.

Mit einem CMS, beziehungsweise einem Redaktionssystem kann heute jeder spielend leicht Beiträge im Internet veröffentlichen. Es kommt jedoch auf die „Ausstattung“ des Editors an, inwieweit man damit die Beiträge gestalten kann.

Beliebt sind nach meinen Beobachtungen die WYSIWYG-Editoren – „What You See Is What You Get“, frei übersetzt: „Was du siehst, ist das was du bekommst“. WYSIWYG-Editoren erleichtern sicherlich den Einstieg für das Arbeiten mit einem Redaktionssystem, weil sie so schön an die bereits bekannten Textverarbeitungsprogramme erinnern. Aber sie haben einen Nachteil, der nicht ihnen anzulasten ist.

Die textgestalterischen „Turnübungen“, wie sie bei unglaublich vielen, hauptsächlich von Laien erzeugten Druckerzeugnissen anzutreffen sind, tauchen damit im verstärktem Maß auch im Netz auf. Weil, und das verüble ich niemandem, es ja so wunderbar einfach ist, mit einem Button hier, den Text in Fett darzustellen, und einem Button dort, die Überschrift in Schweinchenrosa zu setzen.

Der Grund dafür ist: Viele Menschen, wie auch ich, haben „Schreib- und Gestaltungsregeln für die Textverarbeitung“ nie gelernt und von Typografie nur nebulöse Vorstellungen.

Aber: Mit einem Redaktionssystem, mit einem Editor, werden die Nutzer auch zu Webdesignern. Und: „Web Design is 95% Typography“ [Quelle: informationarchitects.jp].

Mir ist schönes Design auch wichtig – auch schönes Webdesign. Aber nach meiner Erfahrung gilt auch für das Webdesign: „Weniger ist mehr“. Mein damaliger Chef hat mir aus dem Grund mal einen umfangreichen Zeitungsartikel über das Thema Webdesign in die Hand gedrückt. Die Überschrift des Textes lautete: „Schlichtheit siegt“.

Zurück zum Editor für ein Redaktionssysteme – „Schlichtheit siegt“. Es bedarf keines Editors, der einem Textverarbeitungsprogramm in nichts nachsteht, um gute Websites zu führen.

Was aber nötig wäre, sind Schulungsangebote – zum Beispiel durch die VHS. Hier sollte schon bei den Schulungen für die Textverarbeitung angesetzt werden. Ich habe gerade mal bei der regionalen VHS Lippe-Ost nachgeschaut. In Ansätzen scheint das schon berücksichtigt zu werden:

Dokumente frei gestalten (z.B. Tischkarten, Einladungen, Visitenkarten) und Briefe nach DIN–Norm schreiben!

[Quelle: VHS Lippe-Ost „Grundlagen der Textverarbeitung, Teil 2“] Nach meinen Informationen sind die Schulungen jedoch noch sehr ausbaufähig.

Warum reite ich so auf den Themen „Webdesign“ und „Typografie“ herum?

Mir geht es nicht darum, in unserer bis ins Detail formalisierten und durchgeregelten Welt noch auf weitere Regeln zu beharren. Typografie ist ein über sehr, sehr viele Jahre gewachsenes Wissen (siehe auch: „Geschichte der Typografie“ bei de.wikipedia.org), was aber, soweit ich das beobachten kann, bei vielen Menschen nicht mehr präsent ist. Die Typografie thematisiert, die Fachleute mögen mich korrigieren wenn ich hier Bockmist schreibe, solche Dinge wie Lesbarkeit, augenfreundliches Gestalten von Texten und so weiter. Typografie hat auch etwas mit Barrierefreiheit zu tun.

Ob eine Website häufig besucht wird, ob die Beiträge dort gern gelesen werden ist oft auch eine Entscheidung, die nicht bewusst getroffen wird. Und ich glaube, an dem „Ort“ wo sie getroffen wurde, war das Einhalten typografischer Regeln ein entscheidendes Kriterium.

Warum kaufst Du Dir Bücher?

Viele Bücher zu mehreren Stapeln getürmt.

Es gibt viele Gründe, sich Bücher zu kaufen. Für die einen ist ein schön gestalteter Einband wichtig, andere legen ihr Hauptaugenmerk auf den Buchrücken, damit sich dieser harmonisch zwischen den anderen in dem Bücherregal einfügt – und es gibt welche, für die ist der Inhalt eines Buches maßgeblich.

Die Anhänger herrlich arrangierter Buch-Einbände und -Rücken haben, wie sich das an den von mir verwendeten Adjektiven schon erkennen lässt, völlig andere Anforderungen an ein Buch als die, die sich für den Inhalt eines Buches interessieren.

Die einen wollen mit ihren „äußeren“ Augen sehen, die anderen mit den „inneren”. Oder: Die einen wollen ein „Bild“, dass sie sich anschauen können, die anderen wollen sich eines machen.

Wer sich für den Inhalt eines Buches interessiert, wer mit den „inneren“ Augen sehen, sich selbst „Bilder“ machen möchte, dem ist es wichtig, dass er dabei möglichst wenig abgelenkt wird. Ob bewusst oder nicht, für diese Menschen ist Typografie elementar.

Typografie soll Inhalt, Zweck und Anmutung eines Werkes verdeutlichen. Sie soll die Aussage des Textes visuell unterstützen, wobei die optimale Lesbarkeit immer an erster Stelle steht.

Und wer hätte das gedacht, das gilt auch für Websites, denn „Web Design is 95% Typography“. [Quelle: informationarchitects.jp] Und weiter heißt es in dem Artikel:

95% of the information on the web is written language. It is only logical to say that a web designer should get good training in the main discipline of shaping written information, in other words: Typography.

Und warum gehst Du ins Internet?

Das Internet und ich – eine kleine Zwischenbilanz

Ein neues Intranetangebot musste her. Nach einigen Überlegungen entschied ich mich, das Dingen komplett selbst zusammenzuschrauben. Denn es sollte mal wieder nichts kosten, außer meiner Energie, und ich musste einige Alt-Module integrieren, für die ich in der Kürze der Zeit keine Alternative fand. Aber mir ist völlig klar, das wird „Brückentechnologie“ – und auch die wird nur von kurzer Dauer sein.

Während ich also das neue „Haus“ um „bestehende Räume“ baute, dachte ich darüber nach, was sich in den den wenigen Jahren in denen ich mich mit dem „Bau“ von Internetangeboten beschäftige, geändert hat. Und ich fragte mich: Warum kann ich überhaupt eine Veränderung feststellen? Warum kann ich sagen, dass ich eine Menge gelernt habe?

Weil ich das Glück hatte, immer wieder Menschen kennenzulernen, die mir neue, zeitgemäße Wege und Lösungen aufzeigten. Was diese Menschen kennzeichnet ist, dass sie keinerlei Dünkel vor sich hertragen, dass sie keine „Autoverkäufer“ sind und mir nur ihr Produkt verscherbeln wollen, und vor allem, dass sie Freude daran haben, ihr Wissen zu teilen.

Aber es gibt noch eine weitere Antwort auf die Fragen: Mein Interesse zu lernen. Dabei zählen für mich Argumente – und nicht nur mein Bauchgefühl. Ich schaue nicht lediglich durch ein „Fenster“ nach „draußen“, ich bastele nicht nur an meinem „Häusle“ – ich gehe auch raus, hinein in die City – rein ins Netz. Ich will nicht nur konsumieren, ich will auch tun. Mittendrin will ich sein, beobachten, studieren, mitmachen. Ich will Wissen zurückgeben, weitergeben.

Wenn ich den oben erwähnten „lebenden Datenbanken“, denen ich sehr, sehr dankbar bin, nicht begegnet wäre, wenn ich glauben würde schon alles zu wissen, dann würde ich immer noch so arbeiten wie vor Jahren, würde Websites vermutlich immer noch wie anno dazumal und mit alten Werkzeugen „bauen“. Und ich würde steif und fest behaupten: Meine „Häuser“ sind tolle Internetangebote!

Zeitung ist so ein Medium, da erfahren die Leute, was gestern im Internet stand.

Jorge Walter | hierwirdslustig bei Twitter

Im Fadenkreuz

Die Augen geradeaus! Helm ab zum… Keine Sorge, es folgt jetzt kein Präsentiermarsch – aber es geht ums Schießen. Und außerdem musst Du ernst dabei bleiben – sehr ernst sogar.

»Das ist nicht biometrisch!«, gab mir eine Freundin, ihres Zeichens eine begnadete Fotografin, zu bedenken, als ich ihr das von mir geschossene Passfoto von meiner Frau Mama zeigte (siehe auch Kapitel I der Geschichte). So was, und das, wo ich mir so viel Mühe gemacht habe, grummelte ich. Normalerweise kann ich mit Kritik gut umgehen – aber Leute: Künstler kritisiert man nicht! Und Frau auch nicht!.

Nun denn. Trotz dieses anmaßenden Hinweises meiner sonst so liebenswürdigen Freundin, habe ich mich dazu herabgelassen, mir die Foto-Mustertafel der Bundesdruckerei mal zur Gemüte zu führen. Doch nach dem Studium jenes Dokumentes und der mir dazu erteilten Belehrungen beschlich mich das Gefühl, hier militärisches Territorium betreten zu haben. Aber lest selbst:

Kopfbedeckungen sind grundsätzlich nicht erlaubt.

Sag ich doch: Helm ab zum Passfoto-Schießen! Doch weiter im Text:

Die Person muss auf dem Foto direkt in die Kamera blicken.

Die haben bei den Passbehörden Schablonen, mit denen sie das Passfoto daraufhin prüfen, ob der „Delinquent“ korrekt „abgeschossen“ wurde. Tja, als „Schütze“ bist Du ohne Fadenkreuz in der Kamera so gut wie chancenlos.

Die Augen müssen geöffnet und deutlich sichtbar sein und dürfen nicht durch Haare oder Brillengestelle verdeckt werden.

Also mich erinnert das doch sehr stark an einen Haarerlass.

Die Person muss mit neutralem Gesichtsausdruck und geschlossenem Mund gerade in die Kamera blicken.

Na, was habe ich eingangs gesagt? Dabei muss man dann auch noch ernst bleiben…

It's not just what it looks like and feels like. Design is how it works.

Steve Jobs, Quelle:www.nytimes.com

Wovor haben sie Angst?

Eine Buddha-Statue, im Hintergrund viele Pflanzen.

»Ich wusste gar nicht, dass du ein Fußballfan bist.« »Was? Ich verstehe dich nicht!« Kann ich mir vorstellen, dachte ich, bei dem Gebrassel. Sie stand mit dem Rücken zu mir und bereitete das Essen vor. Ich wiederholte meine Vermutung etwas lauter. »Nein, bin ich nicht. Ich habe das Radio wegen der Musik angemacht. Aber jetzt laufen halt die Fußballnachrichten.« – »Können wir auch ohne Radiogekrächze deinen schönen Garten am Waldrand genießen?«, fragte ich sie später, als wir beim Essen zusammen saßen.

Sonntagmorgen, herrliches Wetter, ich gehe auf den Balkon um die Pflanzen zu gießen. In den Gärten meiner Nachbarn ist niemand zu sehen. Dennoch höre ich, dass in mindestens zwei Gärten ein Radio läuft. Ich frage mich: Für wen?

Klar, morgens nach dem Aufstehen schalte ich sofort das Radio ein, ist mir schon oft erzählt worden. Für andere muss dann der Fernseher dudeln.

Wie oft schon habe ich beim Joggen im Wald andere Läufer getroffen, die sich dabei via Minikopfhörer Musik in die Gehörgänge „träufeln“ ließen.

Wenn ich mir bewusst mache, mit wie vielen unterschiedlichen Lärmquellen wir es tagtäglich zu tun haben, ist es mir ein Rätsel, warum so viele Menschen geradezu süchtig nach selbstbestimmter auditiver „Berieselung“ sind, weshalb sie nicht mal dann ein paar Minuten ohne auskommen können, wenn sich die Möglichkeit bietet. Wovor haben sie Angst?

Lippeschön

Blick von der Herlingsburg zum Köterberg.

Selbstverfreilicht fühle ich mich als Lippeblogger berufen, mindestens alle $time-window Tage etwas über Lippe zu bloggen. Das mache ich deshalb schon gern, weil es mir die Möglichkeit eröffnet, auch mal auf der ersten Seite vom Lippeblogs-Magazin zu erscheinen. Getreu nach dem Motto: Seht her, ich bin wer!

Gut, das Foto, mit dem ich mich heute der Titelseite anmeiern will, ist nicht gerade genial, aber das Motiv schon. Denn der kleine Hügel halb rechts auf dem Bild ist der Köterberg, der höchste Berg im Lipperland. Nebenbei vermerkt: Der Köterberg gehört zu Lügde – ebenso wie der Teil des Berges, von dem aus ich das Foto geschossen habe: Die Herlingsburg.

Ja, so groß ist Lügde – und so hoch! Da kann man doch nur noch sagen: Lügdeschön, Lippeschön, Dankeschön!

Wer kontrolliert das Internet?

Beleuchtungstechnik unter einer Betondecke.

Gehört das Internet zur Darseinsvorsorge? Welche Dienste gehören zum Status quo des Internets und welche sind Luxus? Dürfen Dienste wie E-Mail oder Video unterschiedlich priorisiert und entsprechend bepreist werden? Müssen die Provider, damit sie die Dienste kategorisieren können, nicht auch in die Datenpakete hineinschauen?

Wer kontrolliert das Internet?“ lautet der Titel des Online-Talks bei DRadio Wissen, in dem diese Fragen zum Stichwort „Netzneutralität“ diskutiert werden – eine, wie ich finde, sehr hörenswerte Diskussion.

Das Thema Netzneutralität sollte meines Erachtens jeden, der im Netz unterwegs ist, interessieren.

Open Forest View

Ein Wald, in dem die Sonnen hinein scheint.

Ja, ist denen jetzt nicht´s mehr heilig?

[Uptdate]

Na wenigstens haben sie die Frau vom Meister Lampe und den alten Reineke unkenntlich gemacht…

Frau Rettich, die Czerni und ich

Man sitzt im Wartesaal des Zahnarztes und wartet auf die Wurzelbehandlung und was sonst noch geht. Ein bisschen Zeit müssen Sie schon mitbringen, heißt es immer so freundlich bei der Terminabsprache. Minuten im Ewigkeitsformat sind Programm. Warum gibt es keine Narkose für diese Phase vor den Gang in die „Folterkammer“?

Wir wissen nicht, was Ihnen die freundliche Zahnarzthelferin empfiehlt: Wir empfehlen Ihnen für die Wartezeit das Buch „Frau Rettich, die Czerni und ich – eine Sommerverlobung“ von Simon Borowiak.

In dem Buch geht es weder um einen Zahnarztbesuch, noch um Ängste. Es ist auch alles andere als so zählflüssig wie die Wartezeit beim Arzt. Die Geschichte ist Humor pur, sie ist eine „Antithese“ zur Narkose! Nebenwirkungen sind keine bekannt, außer eine Sucht nach: Mehr von dem „Zeugs“!

Der Roman beginnt mit einem Spanisch-„Leistungs“-Kurs:

Ich notiere meine Übersetzungsvermutung und reiche sie zusammen mit Czernis leerem Blatt bei Frau Rettich ein. […] »Wie, bitteschön, soll ich das bewerten?« […] »Gib mir halt eine 2+ und wirf die Czerni aus dem Kurs.«

Frau Rettich unterrichtet ihre beiden Freundinnen, die Czerni und die Erzählerin der Geschichte. Die drei wollen in den Urlaub – nach Spanien. Frau Rettich sehnt sich nach ihren Pupsi und die beiden anderen haben, ich sage mal: Keine Ahnung. Noch nicht. Denn auf Frau Rettich ist Verlass – auch im Urlaub…

Sie weiß, dass Frau, dort angekommen, Kerzen anzünden sollte. Denn: „In Spanien funktionieren die Heiligen besser!“ Doch vorher sollte man sie – die Kerzen, nicht die Heiligen – auf ihren „Seligkeitsfaktor“ hin prüfen.

Am Strand lässt Frau die Seele baumeln und den Sorgen freien Lauf:

Wie wird man den Beinschwabbel bloß wieder los? Da setzen die Satelliten und Teflonpfannen und Nylonstrümpfe im Weltraum aus, aber ein Mittel gegen den Beinschwabbel haben sie nicht. Es müsste doch, groß angelegt und streng wissenschaftlich, etwas gegen Beinschwabbel möglich sein.

Und wenn es regnet? Dann führt Frau Rettich ihren Kurs in die Boutiquen – und „Goldstück“, die Erzählerin, gibt sie beim Friseur ab.

Was macht Frau mit roten Haaren und zwei abstehenden Ohren, die, wenn sie vom Haarewaschen erstmal freigelegt sind, vor Schreck leuchten wie zwei kleine Ampeln? Und was passiert, wenn der Friseurladen von außen einsichtbar ist? Abfallen werden sie – die Ohren… „Ohr Haupt voll Blut und Wunden.“

Mehr verrate ich nicht – nur noch: Selbst wenn dein Zahnarzt dich schon viermal hat ausrufen lassen, du wirst das Buch zu Ende lesen wollen!

Lippeblogs hat Geburtstag!

Ein Marienkäfer krabbelt im Gras

Wenn ich das richtig mitbekommen habe, hat heute vor drei Jahren „lippeblogs“ die „Türen geöffnet“. Damit ist in Lippe erstmals der „Graswurzel-Journalismus unter einem Dach“ möglich geworden.

Herzlichen Glückwunsch lippeblogs.de! Und vor allem: Danke Marten für diese Idee und für die vielen Schmankerl, mit denen du Lippeblogs ständig verbesserst!

Eigenartig sind sie schon

Wie ticken Menschen? Eigenartig sind sie schon…

Beispiel 1:

»Datenschutz ist Täterschutz!«, wie oft habe ich diesen Satz schon gehört. Ich will erst gar nicht versuchen, das zu beziffern. Oft geht die „Erkenntnis“ mit einer weiteren Verlautbarung einher: »Ich habe nichts zu verbergen!«

Beispiel 2:

Man braucht sich nur eine halbwegs wuchtig aussehende Kamera zu schnappen, einen entschlossenen Gesichtsausdruck aufzulegen und sich auffällig gebärdend durch Menschenaufläufe zu drängeln – es vergehen keine 5 Minuten und man wird dich freundlich und erwartungsvoll fragen: »Sind Sie von der Zeitung?«

In den rund fünf Jahren, in denen ich mich als Webschreiber betätige, hat sich immer wieder bestätigt: Die meisten Leute sind unglaublich wild darauf, sich in der Zeitung oder auch im Netz „abgedruckt“ zu wissen. Und wehe dem, in dem Text ist jemand nicht namentlich erwähnt, oder das Foto zeigt nicht alle „Akteure“…

Beispiele 3 bis 7:

[…] Ein freies Internet ohne staatliche oder wirtschaftliche Eingriffe ist Garant für freien Meinungsaustausch weltweit und damit die direkte Ableitung des Rechts auf Meinungsfreiheit. Netzneutralität ist elementar für unsere Demokratie. […] Die Aufgabe der Netzneutralität würde ein Zwei-Klassen Internet befördern […]

Petition pro Netzneutralität bei [netzpolitik.org]

Es gibt immer ein Stück Welt, das man verbessern kann – sich selbst.

Theo Lingen

Wir brauchen effiziente Tiere.

Prof. Ernst Kalm | aerztezeitung.de

Der grundlegende Unterschied zum Rundfunk ist, dass das Internet in seinem Kern ein partizipatives Medium ist, das Interaktion ermöglicht und Publikation ungeheuer erleichtert. […]

Praktisch gesprochen, ist heute ohne Internetzugang kaum eine Hausaufgabe in der Schule, schon gar kein Studium möglich. Auch Stellenanzeigen, selbst für Hilfsarbeiten, werden faktisch nur noch im Netz geschaltet, Wohnungen zum überwiegenden Teil online angeboten. […]

Fernsehen ist seiner Natur nach passiv und verleitet zur Trägheit. Ein Netzanschluss birgt wenigstens das Potential für Interaktion, Beteiligung, Kommunikation […]

Das Informationsangebot im Netz ist ungleich breiter, vielfältiger und internationaler als das, was so aus der Glotze strömt. Und Unterhaltung aller Art kommt im Netz definitiv auch nicht zu kurz, der Fernseher ist gar enthalten. […]

Von Constanze Kurz unter faz.net

Unsere Träume können wir erst dann verwirklichen, wenn wir uns entschließen, einmal daraus zu erwachen.

Josephine Baker

Manche Hähne glauben, dass die Sonne ihretwegen aufgeht.

Theodor Fontane

Der Mann, der den Berg abtrug, war derselbe, der anfing, kleine Steine wegzutragen.

Weisheit aus China

Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen.

Karl Valentin

Augenzwinkernd und selbstironisch zeigt der Lipper seinen Sinn für Humor, was ihm sicherlich nicht nur innerhalb Ostwestfalens Pluspunkte sichert.

"Lippe - Wir sind das L in OWL"

Demokratie erschöpft sich nicht im Kreuzchenmachen am Wahltag, Demokratie heißt, sich für seine Welt zu interessieren. Die Einzelnen müssen wach sein.

Professor Lutz Hieber in einem Interview: „Jede Katastrophe ist einmalig

Angenehm, erraten Sie, wer ich bin? Was sie irritiert, ist mein Handeln ohne Sinn. So wie der Frömmste fallen kann und jeder Sünder heilig ist, nenn du mich Engel Luzifer, weil man den wahren Namen zu oft vergisst. So hab Respekt, wenn du mich triffst mach's mit Sympathie und Verstand, und zeige mir, wie höflich du bist, oder ich hab deine Seele in der Hand.

Strophe aus dem Lied „Sympathie für den Teufel“ von Udo Lindenberg.

Tradition ist kein Geschäftsmodell.

Quelle: ipony.de

[…] Da Dissonanz als unangenehm empfunden wird, versuchen Personen, die Kognitionen in Einklang zu bringen […], um den negativen Gefühlszustand zu beenden. Dies geschieht, indem entweder das Verhalten geändert wird, sodass es zur Überzeugung passt, oder die Überzeugung geändert wird, sodass sie zum Verhalten passt […], oder weitere Überlegungen als Rechtfertigung hinzugezogen werden […]

de.wikpedia.org: Kognitive Dissonanz